Wer hätte noch vor einem Jahr gedacht, dass wir Online-Yoga unterrichten? Nun sind wir dabei und es wird auch bleiben. Hybrid-Klassen werden zukünftig ein guter Weg sein, sodass Menschen online- und offline zeitgleich an Stunden teilnehmen werden. Das bedeutet neue Chancen und auch neue Herausforderungen, denen Yogalehrer begegnen.

Bist du schon bereit für die Online-Yoga-Welt?

Lese hier einige meiner Tipps und Tools, die dich beim Start in den Online-Unterricht gut unterstützen.

DAS Tool für dein Online-Yoga

Zoom als Programm funktioniert gut. Mit der Galeriansicht siehst du alle Teilnehmer in kleinen Fenstern auf dem Bildschirm. Mit der Sprecheransicht sehen deine Schüler das virtuelle Studio und dich. Bitte deine Schüler zu Beginn der Stunde dein Fenster zu highlighten, dann sehen dich alle groß im Fokus. Oder du pinnst dein Fenster selbst, dass hat den gleichen Effekt. Wenn du mit zwei Geräten arbeitest, kannst du über z.B. dein Smartphone dich selbst aufnehmen und deine Schüler auf deinemPC- / Laptop-Monitor beobachten und verbal unterstützen.

Deine online Yogastunde

Bitte deine Schüler, sich zu Beginn der Praxis stumm zu schalten. Damit sorgst du gut für alle, um Nebengeräusche, wie Türklingeln oder eigene Musik,auszublenden. Bei Fragen können sie den „Chat“ benutzen. Zu Beginn und am Ende ist es schön, etwas Zeit für einen Plausch einzuplanen. Nimm es allerdings nicht persönlich, wenn du plötzlich alleine bist oder die Bildschirme während der Stunde alle deaktiviert sind. Gerade nach einer sehr entspannenden Praxis am Abend, möchten viele Teilnehmer nicht mehr ins Gespräch gehen oder gesehen werden.

Dein angenehmer Hintergrund

Nutze einen möglichst neutralen Raum. Denn ich bekam die Rückmeldung meiner Schüler: Wir wollen keine Wohnzimmer-Atmosphäre. Nutze direktes Licht, das dich von vorn anstrahlt und indirektes Licht von hinten. Somit erzeugst du Wärme und bist gut ausgeleuchtet.

Dein guter Kamera-Auftritt

Zieh dich schlicht und am Besten in kontrastreichen Farben zu deiner Matte an. Dann positioniere dich und deine Matte seitwärts mit einem Abstand von etwa 1,5 bis 2 Metern zum Computer. Stell den Rechner erhöht auf, so hast du eine gute Perspektive. Probiere die Technik und deine Einstellungen im Vorfeld aus, sodass du dich sicher fühlst.

Dein online Stunden-Inhalt

Sei authentisch und halte es einfach. Dies funktioniert gut, wenn du Abläufe auch in aufeinanderfolgenden Klassen wiederholst. Verlange nicht zu viel von dir und deinen Teilnehmern. Gib deinen Schülern Freiheiten, indem du nicht immer die Körperseite ansagst und lass sie auch alleine durch Sequenzen fließen. Online Unterricht stellt ganz neue Anforderungen –  auch an deine Schüler. Sie können gerade lernen, ihrem Inneren noch besser zu Vertrauen.

Dein persönlicher Ausdruck

Stimme und Wortwahl spielen beim Online-Yoga eine große Rolle. Sprich nicht zu laut – die Schüler sind nah vor ihren Rechnern. Schweige ab und an – das gibt deinen Teilnehmern Ruhe und du laugst deine Stimme und Energie nicht aus. Auch das ist ein wichtiger Aspekt.

Deine digitale Vorbereitung

Nimm dir Zeit für dein Ritual vor und nach dem Unterrichten. Stimme dich selbst auf Yoga ein und hetze nicht in deinen Unterricht. Wunderbar ist es, selbst zu praktizieren und dann online zu gehen. Und achte darauf, im Anschluss etwas Nährendes nur für dich zu tun, bevor du dich wieder dem Haushalt oder deiner Arbeit am Rechner widmest.

Dein eigener Körper

Denke an dich. Mach Pausen. Trinke zwischendurch etwas und atme durch. Mach dir klar: Beim Online-Yoga-Unterricht hältst einen langen Monolog  ohne die Möglichkeit, die Energie der Gruppe zu spüren, durch den Raum laufen und Adjustments geben zu können. Auf der einen Seite kannst du entspannt von deinem Platz unterrichten, auf der anderen Seite kann es es mehr Kraft von dir erfordern, die eigene Energie zu halten.

Dein energetischer Ausgleich

Solange du online Yoga unterrichtest, achte darauf, dass du genug an der frischen Luft bist. Verbinde dich mit der Natur, geh spazieren, tanke Vitamin D, triff dich mit echten Menschen zu einem Wald-Spaziergang und mach immer wieder einmal einen ganzen Tag frei ohne Mails, ohne soziale Medien. Du brauchst Momente zur eigenen Regeneration.

Deine gemachten Preise

Online-Unterricht ist herausfordernd und energetisch bekommst du nicht das Gleiche zurück wie in einer echten Klasse. Arbeite nicht für weniger als zehn Euro. Wenn du auf Spendenbasis arbeitest, nenne einen Richtwert (zehn bis 15 Euro). Als Bezahlungssystem funktioniert PayPal gut, mit einer Email-Adresse kannst du mit minimalem Aufwand einen Account für dich einrichten und viele Menschen nutzen es schon lange, sodass es nicht allzu erklärungsbedürftig ist.

Dein online Sankalpa

Geh nicht einfach so in deinen Unterricht. Werde dir klar, warum du Online-Yoga unterrichten willst. Was ist deine Intention für diese Form des Yoga? Dann unterrichte, so gut es an jedem einzelnen Tag geht. Deine Schüler werden es schätzen, mir dir und den anderen SchülerInnen in Verbindung zu sein. Und das ist ein großes Geschenk.

Und jetzt leg los und sammle deine Erfahrungen. Genau daran wächst du. Schreibe mir bei Fragen gerne in die Kommentare!

Namaste
Deine Tanja

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