Yoga Nidra, der Schlaf der Yogis, ist eine uralte Tiefenentspannungstechnik. In der letzten Podcastfolge hattest du mal wieder die Möglichkeit, Yoga Nidra auszuprobieren. Du hast die Folge verpasst? Dann jetzt schnell nachholen.

Heute möchte ich dir ein paar Tipps geben, wie du diese tolle Praxis regelmäßig in deinen Alltag integrieren kannst.

Wobei kann Yoga Nidra dir im Alltag helfen:

  • Schlafproblemen

  • Innerer Unruhe

  • Stress und Überforderung

  • Allgemeine Regeneration in deinem Alltag

  • Etwas Neues in dein Leben integrieren, “Samen säen”P

  • Positive Vibes in deine Gedanken bringen

Das Yoga Nidra ist eine umfassende Methode der Tiefenentspannung für Körper, Geist und Seele. Mehr dazu weiter unten in meinen sechs Tipps.

Zum Yoga Nidra empfehle ich dir eine weiche Schafswollmatte, zum Beispiel das Naturset von Bausinger. Toll ist für diese Praxis auch ein Augenkissen, zum Beispiel das angenehme Augenkissen von Daydream aus Satin, gefüllt mit Buchweizen und Lavendel.

Eine uralte und doch zeitlose Technik

Die Ursprünge des Yoga Nidra lassen sich bis in das erste Jahrtausend vor Christus zurückverfolgen. Es ist ein fester Bestandteil der Ur-Schriften und Praktiken des Yoga und Tantra (und zwar deren ursprünglicher Philosophie, die nicht mit der heutigen Interpretation verwechselt werden sollte).

Viele Jahrhunderte später, in den 1960er Jahren, entdeckte Swami Sivananda Saraswati, ein bekannter indischer Yogameister, diese alte Praxis wieder. Er war es, der die in ihrem Ursprung sehr langwierige und komplizierte Praxis an die moderne Welt anpasste. Und so legte er den Grundstein dafür, sie uns allen zugänglich zu machen.

Für Anfänger und Fortgeschrittene

Wenn du ein erfahrener Yogi bist, erreichst du das Stadium des Tiefschlafs besonders schnell. Manche Yogis können im Yoga Nidra durch eine einzige Praxiseinheit den Effekt von mehreren Stunden Schlaf erzeugen.

Aber auch wenn du Anfänger bist, ist die Praxis für dich geeignet. Zwar erreichst du vielleicht nicht sofort den so genannten Delta-Schlaf, aber du wirst die vollkommene Entspannung nach der Praxis erfahren und genießen.

Eine Praxis für Körper, Geist und Seele

Wenn du regelmäßig Yoga Nidra übst, stärkst du dein Immunsystem, du bringst tiefe Entspannung in deinen Körper, aber auch deinen Geist und deine Seele. Ganz nebenbei förderst du deine Kreativität.

Nicht umsonst wird diese Yogapraxis auch bei therapeutischen Anwendungen bei stressbedingten udn psychosomatischen Krankheiten eingesetzt. Auch Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System und dem Herzen werden unterstützend mit Yoga Nidra behandelt.

6 Tipps für Yoga Nidra im Alltag

Kommen wir zu meinen Tipps. Ich selber nutze Yoga Nidra gerne am Ende einer Yogapraxis, besonders nach dem Yin Yoga, aber auch des Öfteren einfach in meiner Mittagspause.

Es gibt da übrigens ein tolles Buch, welches ich immer in meinen Yogalehrerausbildungen empfehle und das ich auch selber nutze: Yoga Nidra Buch.

1. Bei Schlafproblemen

Yoga Nidra ist eine geführte Meditation im Liegen, mit der du deinen Schlaf verbessern kannst. Du lenkst deine Aufmerksamkeit zunächst systematisch durch deinen Körper. Anschließend nimmst du Atem, Gefühle und mentale Muster wahr. Du gelangst so in eine Art Trance-Zustand, in dem das Gehirn in den hypnagogen Zustand umschaltet.

2. Bei innerer Unruhe

Yoga Nidra wird immer in mehreren Stufen angeleitet. Schon die Stufe der intensiven Atembeobachtung hilft Körper, Geist und Seele zur Ruhe zu kommen

3. Bei Stress und Überforderung

Das Problem von andauerndem Stress und daraus resultierenden Ängsten kennen viele Menschen. Oft sind es die Dinge, die uns eigentlich glücklich machen sollten wie Partnerschaft, Kinder, Familie, erfüllter Job, Freizeitstress.

Immer wieder hohe Erwartungen an uns selbst und die Haltung von „Niemand darf meine Schwächen sehen“. Dadurch entsteht oft ein Kreislauf aus Überforderung, Angst, „es“ nicht zu schaffen und Scham.

Yoga Nidra und auch Yoga allgemein mit seiner alltagstauglichen Philosophie kann dir hier helfen. Komme mit regelmässiger Yoga Nidra Praxis wieder in deine innere Mitte.

4. Allgemeine Regeneration in deinem Alltag

Einfach nur so in der Mittagspause oder abends vor dem einschlafen. Das Üben aktiviert das parasympatische Nervensystem. Die Übung bringt Tiefenentspannung auf körperlicher, mentaler und emotionaler Ebene. So gleichen sich die beiden Nervensysteme (Sympathikus und Parasympathikus) wieder aus und du erlangst tiefe Ruhe und Entspannung.

5. Etwas Neues in dein Leben integrieren, “Samen säen”

Kennst du das Sankalpa?

Säe regelmässig einen neuen Samen in deinem Alltag. Fühle in dich hinein: Was ist zur Zeit die stärkste Herausforderung? Formuliere daraufhin dein persönliches Sankalpa und nutze es in den nächsten Wochen oder sogar Monaten in deiner Praxis.

6. Positive Vibes in deine Gedanken

Viele Dinge sind tief in uns verwurzelt. Gedanken, alte Muster und Blockaden. Bei Stress führen diese dazu, dass die Gedanken negativ werden. Das Glas ist halb leer und nicht mehr halb voll.

Wenn du regelmäßig Yoga Nidra praktizierst, wird es dir immer leichter fallen, diese emotionalen Verspannungen frühzeitig zu erkennen und aufzulösen.

Probiere es einfach mal aus. Und auch hier gilt: keine Überforderung. Es können kurze Sequenzen sein. Es muss nicht jeden Tag sein. Trotzdem helfen Routinen.

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